Käthe Kollwitz

Realität & Emotion

22. Mai bis 18. Juli 2021
Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus

 Verlängert bis 25. Juli! 

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Die Ausstellung „Käthe Kollwitz. Realität & Emotion“ ist für Besucher geöffnet. Wir bitten Sie, sich ein Ticket im Voraus über unsere Homepage zu buchen, eine Pflicht hierzu besteht nicht. Sollten Sie die Ausstellung spontan besuchen wollen, bitten wir Sie Ihre Kontaktdaten an der Museumskasse  anzugeben.  Auf die Einhaltung der Hygienevorschriften wird auch vor Ort noch einmal hingewiesen. Sie benötigen keinen negativen Coronatest zum Besuch der Ausstellung oder des Ausstellungscafés.

Die Innen- und die Außengastronomie im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus darf ab dem 2. Juli ohne Test- oder Impfnachweis besucht werden.  Vor Ort nehmen wir gerne Ihre Kontaktdaten auf und weisen Ihnen einen Tisch zu.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Erstmals wird in einer Ausstellung der Internationalen Tage der Blick monografisch auf das Werk einer bildenden Künstlerin gerichtet: Mit Käthe Kollwitz steht eine der bedeutendsten und bekanntesten Künstlerpersönlichkeiten der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts im Zentrum der 62. Ausstellung der Internationalen Tage. Vor allem als grandiose Zeichnerin und technisch experimentierende Druckgrafikerin hat sie sich einen bleibenden Platz innerhalb der Kunst, nicht nur in Deutschland, erarbeitet. Unbekannter, weil auch zahlenmäßig kleiner, ist dagegen ihr Oeuvre als Bildhauerin, das gleichbedeutend neben ihrem grafischen Werk steht.

Die Ausstellung präsentiert in fünf thematischen Kapiteln Aspekte, die für Käthe Kollwitz bedeutsam waren und die sich durch ihr gesamtes künstlerisches Werk nachvollziehen lassen. Dabei bildet die gesellschaftliche Realität im 19. Jahrhundert und deren literarische Schilderungen durch Emile Zola oder Gerhart Hauptmann die wichtigste Grundlage. Daneben setzt sich Käthe Kollwitz auch intensiv mit dem weiblichen Körper, auch dem eigenen, auseinander und gewinnt so durch genaue Beobachtung eine sichere und emotional aufgeladene Wiedergabe. Diese findet sich vor allem in dem für ihr Werk wichtigen Motiv von Mutter und Kind wieder, das eine zentrale Rolle in Kollwitz‘ Werk einnimmt. Nicht nur bei diesem Thema sind es die Emotionen von Liebe und Klage oder innerer Leere und Tod, die zentraler Bildgegenstand sind. Dabei ist es die intensive, oftmals schonungslose Selbstbeobachtung der Künstlerin in ihren Selbstbildnissen, die sicherlich einen Höhepunkt der Ausstellung bilden.

Die Ausstellung, die ca. 90 Werke zeigt, ist in enger Kooperation mit dem Käthe Kollwitz Museum Köln, der weltweit größten Sammlung von Werken der Künstlerin entstanden. Darüber hinaus werden zahlreiche Leihgaben aus großen Museen in Berlin, Frankfurt, Hamburg und Wiesbaden sowie aus privaten Sammlungen präsentiert.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, in dem alle ausgestellten Arbeiten farbig abgebildet sind. Er ist in der Ausstellung und über die Internationalen Tage erhältlich.

Wegen der Einschränkungen während der COVID-19 Pandemie muss mit Personenbeschränkungen und Voranmeldung für ein Zeitfenster gerechnet werden.
Den aktuellen Stand erfahren Sie hier.

Käthe Kollwitz. Realität & Emotion

23 x 29,4 cm, 190 Seiten, herausgegeben von Ulrich Luckhardt mit Texten von Jutta Hülsewig-Johnen und Annette Seeler.

Preis 25,00 €
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Käthe Kollwitz
Weberzug, 1893–97
Blatt 4 aus dem Zyklus „Ein Weberaufstand”
Strichätzung und Schmirgel auf festem
Velinpapier, 34,5 x 46,8 cm
© Städel Museum, Frankfurt am Main
Käthe Kollwitz
Losbruch, 1902/03
Blatt 5 aus dem Zyklus „Bauernkrieg”
Strichätzung, Kaltnadel, Aquatinta Reservage
sowie Vernis mou, 65,6 x 78,4 cm
© Städel Museum, Frankfurt am Main
Käthe Kollwitz
Weiblicher Akt, ganz Figur, um 1904
Kohle, 62 x 48 cm
Privatsammlung
Foto: Andreas Weiss, Hamburg
Käthe Kollwitz
Frau mit Kind im Schoß
um 1911, 1936/37
Bronze, 39,4 x 28,3 x 31 cm
© Käthe Kollwitz Museum Köln
Käthe Kollwitz
Liebespaar, sich aneinander schmiegend
1909/10, Kohle, gewischt, auf grauem
Ingres-Bütten, 56 x 48,2 cm
© Käthe Kollwitz Museum Köln
Käthe Kollwitz
Selbstbildnis mit aufgelegter Hand, 1905
Schwarze Kreide und Graphitstift auf gelblich
braunem Ingres-Bütten, 36,7 x 31,5 cm
© Hamburger Kuntshalle / bpk
Foto: Elke Walford